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Unser Dreh zur NDR Nordtour 15.09.17

Vielen Dank an Katrin für die gelungene Berichterstattung und an Ralf, Daniel und Ole für die tollen Bilder

Text: Karin

Protokoll eines Drehtages
(und was man daraus lernt)

Freitag, 15.09.2017
9.00 Uhr, Bad Iburg

Wir treffen uns mit der NDR – Reporterin Katrin Richter und ihrem dreiköpfigen Filmteam vor der Eisdiele. Wir, das sind: Martina, Anne und Karin mit ihren Motorrädern sowie Doro mit ihrem Gespann. Nach kurzer Begrüßung geht es los und wir fahren gemeinsam zum Parkplatz unterhalb der Iburg. Hier bekommt Katrin ihre Schutzkleidung, die Doro ihr professionell anpasst.  Kameramann Ralf macht sich an die ersten Einstellungen, positioniert die große Filmkamera mal oben auf der Schulter, mal unten nah am Erdboden, umrundet unsere Motorräder, sucht den besten Aufnahmewinkel für die Burg…  Schon  spricht Katrin die Begrüßung  in die Kamera, Martina und Doro beantworten ihre Fragen fast spontan.

Jetzt gibt Ralf Regieanweisungen: „ Katrin steigt in den Beiwagen und ihr fahrt mal auf dem Platz  in der Runde…gut…  jetzt bitte nochmal Helme aufsetzen… ja… nun Anne und Karin:  nacheinander die Seitenständer hochklappen…okay…jetzt Handschuhe anziehen, so dass man es im Spiegel sieht…schön… und Abfahrt…“ 

So geht es weiter, wir fahren unterhalb der Burg durch Bad Iburg, werden von verschiedenen Kamerapositionen am Straßenrand aufgenommen, sowie hinten heraus aus dem VW-Caddy des Teams gefilmt. Für Luftaufnahmen steht eine Drohne zur Verfügung, die erste Bilder von oben liefert.

Bad Iburg ist abgedreht – auf direktem Weg geht es weiter nach Bad Rothenfelde.

Fazit: Beim Filmen ist man sofort mittendrin!

10.30 Uhr, Bad Rothenfelde

Hier ist eine Besichtigung des großen Gradierwerkes geplant. Unser Fremdenführer Ralf erwartet uns schon. Er sorgt dafür, dass wir unsere Motorräder direkt vor der Saline abstellen dürfen, zeigt uns Mädels erstmal bereitwillig, wo sich im Kurhaus die Toiletten befinden und hält  mit gebieterischer Geste den Verkehr an, damit wir sicher die Straße überqueren können – ein wahrer Gentleman eben!

Und Meister seines Faches: In zweieinhalb Stunden erfahren wir alles über das Gradierwerk und dürfen sogar ganz nach oben hinaufsteigen, wo uns ein wunderbarer Ausblick auf den Teutoburger Wald erwartet.

Noch höher kommt nur die Drohne, deren Kamera gestochen scharfe Bilder auf das Display nach unten liefert.

Wir sind fasziniert von den technischen Möglichkeiten. Aber wir merken zugleich, dass Filmen auch ein Knochenjob sein kann.

Während wir nach den  Regieanweisungen locker ein wenig flanieren, spazieren oder Solewasser probieren, zeigt Kameramann Ralf mit seinem Team zumindest turnerische, wenn nicht sogar akrobatische Fähigkeiten, um immer die optimale Kameraposition zu finden.

Fazit: Ein Kameramann muss beweglich sein!

13.00 Uhr, Lidl Bad Rothenfelde

Puuh…kurze Verschnaufpause für einen Snack zwischendurch…

Es beginnt zu regnen.

Wir stehen bei Lidl unterm Vordach und vertilgen ein paar Pizzabrötchen und Schokoriegel.

Fazit: Filmen ist anstrengend.

14.00 Uhr, freies Feld irgendwo zwischen Bad Rothenfelde und Melle

Martinas kleine Schleichwege durch hügelige Wiesen und Felder kommen gut an beim Filmteam. Katrin ist entzückt von einigen Pferden auf der Weide am Wegrand und würde sie gerne mit dem zugehörigen Hof filmen. Die Besitzer zeigen sich jedoch „not amused“ über das Auftauchen eines Filmteams. Nachdem ihre Tochter gerade vom Pferd gefallen ist, haben sie im Moment andere Sorgen…

Verstehen wir! Und bleiben somit weiter die unangefochtenen Stars auf unseren Motorrädern.

Das Wetter zeigt sich durchwachsen, wir drehen  im Regen weiter. Hügel rauf und runter, durch die Kurve, wenden, nochmal…

Doch dann reißt der Himmel wieder auf, die Drohne kann aufsteigen und fängt bei Sonnenschein das Straßenband mit der fahrenden Motorradgruppe von oben ein.

Jetzt wird es Zeit, dass Ralf mit Katrin den Platz tauscht. Mit geschulterter Kamera filmt er aus dem Beiwagen. Es sieht ein wenig waghalsig aus, wie er sich während der Fahrt nach allen Seiten dreht, wendet, hinauslehnt.

Ralf will ein Überholmanöver  und bekommt es.  Die künstlerische Freiheit macht uns großzügig; wir unterlassen an dieser Stelle die Diskussion darüber, dass in der Gruppe nicht überholt wird.

Fazit: Filmen ist Kunst

16.30 Uhr, Hücker Moor

Wir haben das nächste Etappenziel erreicht.

Es regnet wieder.  Der für unser Interview vorgesehene Platz auf der Terrasse am Seeufer ist noch von einer Hochzeitsgesellschaft besetzt.

Zwangspause in der Gaststube und endlich 10 Minuten Zeit für eine heiße Tasse Kaffee!

Ralf verlässt uns hier. Er hat abends noch einen Filmtermin in Hannover. Seine beiden Mitarbeiter, bislang zuständig für Mikrofon und Drohne, werden den Rest der Tour drehen.

Die beiden lotsen uns ein Stückchen weg vom See und filmen uns bei aufklarendem Himmel irgendwo im grünsten Grün mit Katrin im Gespräch.

Zurück am Hücker Moor ist die Hochzeitsgesellschaft von der Terrasse verschwunden und wir nehmen an exponierter Stelle vor der Seekulisse auf einen Drink Platz. Es gibt Wasser  (wir fahren schließlich Motorrad), das namenlos sein muss (wir filmen schließlich ohne Schleichwerbung).

Der Dreh ist im Kasten, nun aber Tempo und auf schnellstem Weg Richtung Bad Essen, wo wir Katrin heute noch auf Schloss Hünnefeld abliefern sollen!

Das schaffen wir kurz vor der Abenddämmerung. Die Sonne lacht uns zum Schluss nochmal, was besonders die Drohne freut und sie in schwindelerregende Höhen aufsteigen lässt.

Doro staunt nicht schlecht über die unerwartete Begegnung mit der Schlossherrin,  die sie höchstpersönlich darüber aufklärt, wie man denn zu so einem tollen Schloss kommt: „Vierhundert Jahre Familienbesitz eben…“

Wir filmen eine Abschiedsszene, machen ein Erinnerungsfoto, Katrin schreibt sich  unsere Namen auf (hektisch wird dabei aus „B“ leider ein „Bl“) und –

das war´s. Feierabend.

Wir sind entlassen, steigen etwas müde auf unsere Motorräder und beschließen, den Tag gemeinsam in der Bad Essener Eisdiele ausklingen zu lassen.

Fazit: Der Drehtag hat irre viel Spaß gemacht!

Das Ergebnis dieses ereignissreichen Tages ist zusammengefasst in jeweils ca. 4 Minuten zu sehen. Kuckst du hier:

Gradierwerk Bad Rothenfelde

Hücker Moor, Aschen

Schloss Hünnefeld, Bad Essen

 


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